Chinesisches Sprichwort

«werde der du bist» hat eine Lehrerin in mein Poesiealbum geschrieben, als ich in der 3. Klasse war. Dazu einen Schmetterling gemalt. Das Sprichwort habe ich damals überhaupt nicht verstanden: Erstens war ich ich doch sowieso die, die ich war, das ging ja gar nicht anders. Zweitens war ich doch «die», nicht «der». Den Ausdruck «Metamorphose» habe ich natürlich erst viel später kennengelernt, für den Schmetterling zwar recht bald und in all seiner Schrecklichkeit exemplarisch mit Gregor Samsa. Chinesische Sprichwörter, nun ja, die Quelle zu diesen vier deutschen Wörtern habe ich bisher noch nicht gefunden. Durch die Liste der Chinesischen Sprichwörter bei Wikiquote zu scrollen hat zwar Spass gemacht, aber nicht das erhoffte zu Tage gefördert. Stattdessen habe ich gelernt, dass am Tempel des Apoll in Delphi der Spruch «Gnothi Seautón» zu lesen war – erkenne dich selbst – was dann viel später zur Schlüsselqualifikation der Selbsterkenntnis wurde. (Über den Ursprung des philosophischen Denkens)

«Erkenne dich selbst» läutet aber tatsächlich in meinen sinologischen Ohren, da steht doch was im Dao de Jing (jedenfalls in einer Übersetzung davon):
10 Minuten später: Hilfe! In all meinen Büchern finde ich genau dieses nicht mehr. Ich habe das doch nicht entsorgt? Die Verfolgungsjagd beginnt …

Die Last des Kopfes

Im Zeichnungsunterricht haben wir gelernt, dass der erwachsene Mensch zu 7/8 aus Körper besteht und zu ca. 1/8 aus Kopf. Nur Kinder und Plüschtiere haben andere Proportionen (und Esel), für den Jö-Effekt. Ich habe selten das Gefühl, dass mein Kopf einen Achtel von mir ausmacht, eher das Gegenteil. Besonders, wenn er weh tut, wie jetzt gerade.